Gepostet am 25. Juli 2012

Mein wunderschöner Gartenteich

Mein wunderschöner Gartenteich

Ein schön angelegter Teich ist eine optische und atmosphärische Bereicherung für jeden Garten. Beim Anlegen und Bauen des Teiches sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt: Größe, Form, Pflanzenarten – alles kann selbst festgelegt werden. Dennoch gibt es einiges zu beachten, damit später auch alles wächst und gedeiht.
Der erste Punkt ist der Standort. Natürlich soll der Teich gut zu sehen sein – also liegt er am besten an einer zentralen, gut sichtbaren Stelle des Gartens oder auch nahe bei der Terrasse. Gleichzeitig sollte er sich nicht unmittelbar unter Bäumen befinden, denn das ins Wasser fallende Laub bzw. Tannennadeln verändern die Wasserqualität und reduzieren den Sauerstoffgehalt – ungünstig für viele Pflanzenarten und Fische.

Andererseits darf der Teich auch nicht zu viel Sonne bekommen, denn das wirkt sich ebenfalls negativ auf die Wasserqualität aus (zum Beispiel vermehrtes Algenwachstum). Das Maximum liegt bei sechs Stunden am Tag. Dagegen ist es gut, wenn die Wasseroberfläche gut vom Wind erreicht werden kann – das bringt Sauerstoff ins Wasser.

Es macht viel Arbeit, wenn beim Anlegen des Teiches dicke oder zahlreiche Baumwurzeln beseitigt werden müssen, und sie können später die Teichfolie beschädigen. Je weniger der Boden durchwurzelt ist, desto besser. Dasselbe gilt für spitze Steine, die entfernt werden müssen.

Wer noch kleine Kinder hat, sollte einen Zaun um den Teich ziehen – sicher ist sicher. Sobald sie älter werden, lässt er sich leicht entfernen und die romantische Atmosphäre ist perfekt.

Grundsätzlich besteht beim Anlegen die Wahl zwischen einem so genannten Fertigteich, das ist ein vorgefertigtes Teichbecken aus Kunststoff, oder dem Teich mit der klassischen Folie. Für kleine Teiche bis etwa 5 m2 bietet sich das fertige Becken an. Es ist in unterschiedlichen Formen erhältlich und generell auch in mehreren Tiefen und Zonen für verschiedene Pflanzen. Der “Einbau” in die Erde ist relativ einfach und geht schnell. Das Wichtigste, worauf zu achten ist, ist die Position: Das Becken muss mit der Wasserwaage genau waagerecht ausgerichtet werden.

Wer größere Teiche oder eine individuelle Form möchte, für den ist das Anlegen mit Teichfolie der richtige Weg. Bei den Folien kann zwischen mehreren Materialien gewählt werden. Die Standardfolie besteht aus PVC. Sie eignet sich am besten für kleine bis mittlere Teiche, ist sehr stabil und lässt sich durch ihre Weichheit gut und einfach verarbeiten und verkleben.

PE-Folien zeichnen sich durch eine hohe Umweltfreundlichkeit aus, weil sie langlebig und biologisch abbaubar sind. Im Gegenzuge sind sie etwas steifer als PVC-Folien und nicht so leicht zu verlegen.
Qualitativ sehr hochwertig – und deshalb teuer – ist das Material EPDM (synthetischer Kautschuk). Diese Folien sind besonders elastisch, sehr reißfest und eignen sich für harte oder steinige Untergründe.

Ein abwechslungsreicher Gartenteich besteht aus mehreren unterschiedlich tiefen Zonen für verschiedene Pflanzen. Wer Fische einsetzen möchte, benötigt eine Mindestwassertiefe von etwa einem Meter, damit der Teich auch bei starkem Frost nicht bis zum Grund zufriert. Diese Tiefe sollte mindestens 2 m2 umfassen.

Bei Beachtung dieser Tipps ist das Anlegen eines Teiches kein Problem – und schnell wird der Garten um ein wertvolles Biotop bereichert.

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