
"Wir sind ein Technolgie-Unternehmen und schon lange kein einfacher Schlossereibetrieb mehr. Forschung und Entwicklung haben einen hohen Stellenwert", sagt Herbert Kendler, Geschäftsführer von Scheuch, im Gespräch mit den OÖN.
Im eigenen "Technikum" werden neue Entstaubungs- und Reinigungsanlagen entworfen. Vier Prozent vom Umsatz, der 2006 105 Millionen Euro betrug, fließen in Forschung & Entwicklung.
Scheuch produziert an zwei Standorten (in Aurolzmünser im Bezirk Ried und in der Slowakei) für fünf Industriezweige: Holz, Holzwerkstoff, Metall, Steine-Erden und Energie. Im Holzsegment ist das Unternehmen stark im deutschsprachigen Raum vertreten. Die Exportquote beträgt insgesamt 65 bis 70 Prozent, davon 60 Europa, 20 Asien, zehn Nordamerika.
"Der Bereich Energieindustrie ist noch relativ jung. Hier entwickeln wir Rauchgas-Reinigungsanlagen für Heizkraftwerke. Die Herausforderung ist es, energie- und stromsparende Verfahren zu entwickeln", sagt Kendler. Bis zu einem Drittel Brennstoff könnten neue Technologien einsparen.
Kunden bestimmen Weg
"Strengere Emissions-vorschriften und die Feinstaub-Thematik sind Herausforderungen für die Zukunft. Die Anlagen sollen aber nicht nur alle Umweltauflagen erfüllen, sondern dabei auch wirtschaftlich bleiben", so Kendler.
Die Kunden bestimmen auch den Zukunftsweg des einstigen Innviertler Schlossereibetriebs, der noch immer in Familienbesitz ist. "Zuerst muss sich die Industrie weiterentwickeln, wir liefern dann die nötigen Anlagen", sagt der Geschäftsführer. Grundsätzlich werde sich das Unternehmen weiterhin auf seine fünf Branchen konzentrieren, mit dem Ziel, noch internationaler zu werden.
Eine Herausforderung sei der Personalmangel. Die Systeme werden immer komplexer. Dafür ist Personal gefragt. "Wir brauchen Verfahrenstechniker", so Kendler.
Quelle: OÖNachrichten
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