
Das aus Maisstärke gewonnene Bioplastik kommt nicht nur als Einkaufstüte, sondern auch als Abdeckplane im Gemüseanbau und als Cateringzubehör zum Einsatz. Ausserdem wird es bei den von Goodyear entwickelten "Biotred"-Reifen und bei Babywindeln verwendet. Die CO2-Belastung bei der Herstellung eines ökologischen Shoppers fällt bei gleichem Gewicht gegenüber der traditionellen Plastiktüte um 30% geringer aus. Als weiterer Vorteil gilt die nach EN 13432 zulässige Kompostierbarkeit.
Doch Catia Bastioli hat bereits eine neue Idee: In den Gebieten um Novara, Domodossola und Vercelli soll ein integriertes System von Forschungseinrichtungen und Firmen entstehen, die sich mit Biokunststoffen und Biokraftstoffen beschäftigen. Die dazu erforderliche Investition in der Höhe von 300 Mio. Euro soll sich in zehn Jahren bezahlt machen. Die Landesregierung des Piemont hat deshalb zusammen mit der Provinz Novara und der regionalen Finanzierungsgesellschaft Finpiemonte ein Gremium zur Förderung dieses umweltorientierten Chemiezweiges gebildet. "Novamont wird dazu mit seinem Forscherteam in Novara und einer Ausgabensumme von anfänglich 10 Mio. Euro beitragen. "
Die 1992 aus dem Mailänder Mischkonzern Montedison hervorgegangene Novamont hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 41,5 Mio Euro (davon 65% im Ausland) erzielt. Derzeit deckt sie 60% der weltweiten Nachfrage nach Biokunststoffen . Beinahe ein Drittel der insgesamt 135 Beschäftigten sind wissenschaftliche Mitarbeiter.
Quelle: pressetext.deutschland