Der Umwelttechnik-Cluster setzt wichtige Maßstäbe für die Industrie: Im Rahmen der „Oberösterreichischen Industriebefragung“ wurde der Bedarf der Technologieanwender im Bereich der Umwelttechnik erhoben. Die Ergebnisse wurden bei der Veranstaltung „Potenzialfelder für Umwelttechnik in der Industrie“ in der IV OÖ präsentiert bzw. werden in den laufenden Unternehmensgesprächen gezielt an die Technologie-Entwickler weitergeleitet.
Ziel ist es, den Umwelttechnik-Anbietern einen Überblick über konkrete Innovationsmöglichkeiten, deren Lösung einen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen bringt, zu geben und den Zugang zu neuen Märkten zu finden, beziehungsweise ihren bereits bestehenden Marktzugang ausbauen. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen gefördert werden. Das gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Facts & Figures zu den befragten Unternehmen
Überblick über die von uns befragten Unternehmen:



Branchenübersicht

Mitarbeiterzahlen

Umsatz der Unternehmen / Jahr

Inhalte der Befragung
- Überblick über Prozessschritte mit Umweltauswirkungen im Unternehmen
- Ist-Situation bei umwelttechnischen Anlagen, geplante Neuinvestitionen
- Wirtschaftliche Effekte in Zusammenhang mit den Umweltauswirkungen
- Technologiepartner
- Ermittlung der Ansatzpunkte für den Umwelttechnik-Cluster
Strukturierte Ergebnisse nach Umweltmedien

Ergebnisse Abfall

- Aufbereiten für Wiederverwertung (45%)
Kühlschmiermittel, Lösungsmittel, Abfallprodukte für Kreislaufführung aufbereiten oder als Rohstoff für andere Unternehmen
- Rückgewinnen von Wertstoffen aus Abfall (25%)
hochwertige Metallspäne aus Schleifabfällen abtrennen und in den Prozess rückführen, Metallverschnitte in Prozess rückführen anstatt entsorgen, alte Maschinen und Anlagen ausschlachten und Teile wieder verwenden
- Sammeln, Sortierung & Entsorgung (15%)
betriebliche Abfalllogistik verbessern, zentrale Sammelstellen, geschulte Verantwortliche (Abfallbeauftragte), artgerechte Entsorgung (gefährliche & nicht gefährlichre Abfälle)
- Kreislaufschließung (15%)
schließen von Materialströmen zur Ressourceneinsparung
Fokus: Reststoffoptimierung / Ressourcenmanagement
Projektansätze: Behandlung gefährlicher Abfälle zur Einstufung als nicht gefährliche Abfälle
Ergebnisse Boden

- Altlasten (49%)
rechtzeitige Erkennung, geeignete Verfahrensauswahl zur Beseitigung
- Deponien (38%)
Überwachung während des laufenden Betriebes, erfassen Deponiegas und Verwertung, Geruchsbelästigung, Sickerwässer
- Renaturierung (13%)
alte aufgelassene Deponien und Kiesabbaugruben wieder ins Landschaftsbild einfügen (artgerechte Bepflanzung)
Ergebnisse Lärm

Ergebnisse Luft

- Wärmerückgewinnung (30%)
zum Einsparen der teuren Brennstoffe, Vorwärmung einzelner Prozessschritte, nutzen von Niedrigtemperaturströmen Temp. <60°C
- Feinstaubproblematik (25%)
aktuelles Thema auf Grund der gesetzlichen Änderungen
- Emissionen bedingt durch Brennstoffe (20%)
CO2/NOx/SO2 -Emissionen werden zunehmendes Problem (NEC-Richtlinie), welche Technologie ist im Unternehmen umsetzbar, welche ist die geeignetste Technologie
- Arbeitssicherheit (15%)
MAK-Werte an den Arbeitsplätzen, Absaugungen erneuern
- Standortbedingt (10%)
verschärfte gesetzliche Auflagen, Imageproblematik
Fokus: Behandlung von Abluftströmen
Projektansätze:
- Niedrigenergienutzung
- trockene Abluftreinigung mit kombinierter Wärmerückgewinnung
Ergebnisse Wasser/Abwasser

- Wasseraufbereitung von Prozessabwässern (42%)
Kreislaufführung um Frischwassereinsatz zu reduzieren, einzelne Parameter senken zum Einleiten in Vorfluter, Einsatz von Brunnenwasser wenn technisch machbar
- Kühlwasser (26%)
Kreislaufschließung, Wärmerückgewinnung vermehrt im Temperaturbereich von < 60°C
- Betriebskläranlagen (21%)
laufende Anpassung auf Grund der steigenden Menge von Abwässer und Aufnahme von Fremdabwässer
- Feinststofffiltration (11%)
Rückgewinnung von Feinststoffen (Keramiksplitter, Metallspäne,…) aus Abwässern
Fokus: - Betriebliches Abwassermanagement
Projektansätze:
- Online Messsysteme
- Niedrigenergienutzung